Verein - Stellungnahme zum Sportgerichtsurteil
Heut verliert Holleben, doch wer verliert zum Schluss wirklich …
Um es vorneweg zu nehmen, uns geht es hier nicht um vereinzelte Schuldzuweisungen an die Mannschaften, aber was soll man denken, wenn man die Worte des Trainers nach dem Training noch im Ohr hat, von einer Urteilverkündung die nachhaltige Auswirkungen für unsere Mannschaft, auf das weitere Geschehen auf unseren Plätzen und für alle Mannschaften unseres Verbandes haben könnten. Es geht hier um die Verhandlungssache aus dem Vorfall des 8. Spieltages unserer 1. Herrenmannschaft vor einigen Wochen. Dazu selbst muss nichts mehr geschrieben und gesagt werden, da es durch die Medien in seiner Länge zwar sehr ausführlich, aber halt auch nicht immer mit korrekten Begebenheiten gespickt, ausgewertet und breitgetreten worde. Vielmehr müssen hier ein paar Worte zu den Verantwortlichen gelassen werden, die in unseren Augen jegliche Objektivität hinter sich gelassen haben.
Verständlich ist, daß diese Herren sich aufgrund gleicher und verschiedenster Aussagen dreier Parteien ohne eigener Beteiligung, selbst eine Meinung bilden müssen, aber warum nach klaren Fakten dann bitte so! Der Verband prangert doch immer und viel auf seinen Internetseiten die Gewalt auf unseren Plätzen an, mit Recht, man veranstaltet doch einen Aktionstag für Schiedsrichter gegen Gewalt, auch mit Recht, aber wo nun bitte bleibt Recht nach so einem Vorfall und wo hört es auf?! Das Urteil: SPIELWIEDERHOLUNG. Warum?! Die Rote Karte führte selbstverständlich nicht zum Spielabbruch, um die geht es hier auch nicht sie war nur die notwendige Konsequenz und ist klar, sondern um die Tumulte auf dem Rasen? O.K. aber sollen wir uns jetzt vielleicht noch dafür entschuldigen, daß unser Spieler erst attackiert und dann von seiner Mannschaft geschützt worde? Klar waren es viele Akteure, zumindest waren es mehr auf dem Platz als ein laufendes Spiel es zulässt: 2 mal 11 Spieler plus Betreuer, Trainer und Wechselspieler! Ich komme auch auf knapp 30, waren viele, aber hätten wir nach solchem Vorfall gelassen auf unseren Positionen oder neben der Linie stehen bleiben und abwarten sollen was noch passiert. Ich glaube das funktioniert so nicht! Daß der Schiedsrichter die Partie abgebrochen hat, war wohl für ihn und die meisten anderen die richtige Entscheidung, denn als betroffener Offizieller, in dessen Rücken es geschah weil er dem Spielverlauf verfolgte, hat man in solch einer Situation eh´ verloren, egal was du jetzt machst, die Kontrolle ist weg. Nur sollte man hinterfragen, wodurch kamen diese Unruhen, doch nicht aus heiterem Himmel. Ein Spieler lag blutend am Boden weil was passiert war und viele haben es gesehen und einige wollten bzw. konnten es nicht sehen. Daß ein Spiel in unseren Spielklassen mit vielen Emotionen gespickt ist, ist wohl jedem klar, geht nicht nur den Großen so, sondern auch den Kleinen, aber muss man sich als gestandener Fußballer zu jener Tat hinreisen lassen und eine vorsätzliche Körperverletzung begehen und sollen andere dabei einfach nur zuschauen oder am besten weg?! Bekommt einer der gestrig Anwesenden des Sportgerichtes diese Erfahrung selbst zu spüren soll er uns ins Gesicht sagen, daß er dabei ruhig stehen bleiben kann, wenn es in den eigenen Reihen passiert. Ich glaub das wäre wohl schlicht gelogen. Bei uns ist es passiert, aber außer diesem Zwischenfall gab es keine weiteren gröberen Tätlichkeiten, dafür viele EMOTIONEN. Als Fußballer in der Kreisliga will man die Woche über vielleicht trainieren, am Samstag aber auf jedenfall sein Spiel bestreiten und danach egal mit welchem Ergebnis sein Bier mit Allen teilen. Aber wird daß überhaupt in nächster Zeit noch möglich sein, wenn ein Gremium solche Entscheidungen fällt und damit für weitere Tatverdächtige und Nachahmer die Bahn frei macht: „… Spiel ist verloren, hau ich jetzt einen um … spiel´mer noch mal?! … dafür gibt´s ein Sportgericht“. Wo soll das denn hinführen und was soll noch passieren, was macht irgendwann unser Nachwuchs, der solche Aktionen und ihre zu belächelnden Konsequenzen mitbekommt und mitverfolgt? Andere, höhere Instanzen fällen harte Urteile um Problematiken in den Griff zu bekommen, siehe eine sächsische Zweitligamannschaft, die aus ihrer Strafe einen hohen wirtschaftlichen und vereinsträchtigen Schaden bekommt, obwohl die Mannschaft selbst damit nicht mal was zu tun hatte. Und was machen wir hier, ein Mannschaftsteil selbst wird zum Auslöser für die weiteren Konsequenzen bis zum Abbruch und seine Mannschaft wird noch begünstigt und erhält eine weitere Chance, für was?, sportlich war man in dieser Partie schon längst geschlagen. Und wir als Verein werden durch solche Urteile noch geschädigt, sollen weitere, erhöhte Kosten und Auslagen tragen! Und für was das alles? Zum Spaß am Fußball mit Sicherheit nicht, der ist dann weg, denn ich glaube nicht, daß diese Wiederholung zu einem normalen Spiel führt, weil weitere EMOTIONEN unvermeidbar aufkommen werden. Bloß warum schürt unser Verband noch so etwas, wo sie doch so gegen die Gewalt sind, warum fällt man nicht ein klares objektives Urteil, wobei man gewisse Tatsachen auch mal von ihren logischen und menschlichen Seiten her erkennen darf. Nein, lieber überlässt man die Mannschaften ihrem eigenen Schicksal und freut sich auf hoffentlich keine weiteren Vorfälle dieser Art. Daß ein Sportgericht mit solchen Entscheidungen irgendwann auch dem eigenen Verband schaden könnte erkennt dabei wohl niemand. Für uns ist dieses Urteil jedenfalls absolut unfassbar und absolut nicht nachvollziehbar, so daß wir als Verein über weitere Schritte nachdenken müssen die gut geglaubt nicht nur den Kreisverband wachrütteln könnten sondern noch viel mehr. Zum Abschluss nur noch ein paar kurze Worte an unsere Verhandlungsgegner: Schade, daß die Einstellung und Objektivität vom Spieltag nicht behalten worde und dem Ganzen noch negativ beigewirkt worde! Verständlich ist zwar, daß man sich für seine Mannschaft und seinen Verein nur das Beste will und dafür eintritt: ABER AUF WELCHE KOSTEN!!!



